Die Schlacht bei Preußisch Eylau

Begonnen von Klaus, 01.Mai 2026, 05:19:25

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Klaus

Die Schlacht bei Preußisch Eylau zählt zu den blutigsten und taktisch unentschiedensten Schlachten der Napoleonischen Kriege.

Sie fand am 7.–8. Februar 1807 bei Preußisch Eylau, dem heutigen Bagrationowsk in Russland, unter extremen Winterbedingungen statt: Schnee, Kälte und schlechte Sicht erschwerten die Koordination erheblich. Besonders bekannt ist der massive Kavallerieangriff unter Joachim Murat, durch den eine drohende Niederlage Napoleons abgewendet wurde. 
 
Zu sehen ist hier ein Grenadier der französischen Garde im Maßstab 54 mm. Den Hersteller habe ich leider vergessen, aber die Figur besteht aus Resin und es hat Spaß gemacht, sie zu bemalen.













Gruß KpK

Kleber

Weiß malen, da grauts mir immer vor..... :smiley_woot:
Gruß Roland

Ein Kleber, der nicht klebt, klebt nichts.

Klaus

Zitat von: Kleber in 01.Mai 2026, 05:21:03Weiß malen, da grauts mir immer vor..... :smiley_woot:

Warum?

,,Weiß" ist in der Praxis fast nie ein absoluter, reiner Wert, sondern wird abgestuft durch:

  • Beimischungen anderer Farben (z. B. Gelb, Blau, Grau)
  • Helligkeit und Sättigung
  • Material / Lichtwirkung

In der Praxis (z. B. Figurenbemalung)

Hier arbeitet man natürlich nicht unendlich, sondern in sinnvollen Abstufungen:

Typisch sind etwa 5–10 Abstufungen, z. B.:

  • sehr dunkles Grau (Schatten)
  • mittleres Grau
  • helles Grau
  • gebrochenes Weiß
  • fast reines Weiß (Highlights)

Wichtig:

Reines Weiß wird fast nur für die allerhellsten Lichtpunkte verwendet – sonst wirkt die Figur flach.
Gruß KpK

Hirano


Hallo Klaus,

eine sehr interessante Figur stellst du da vor, es mag kaum zu glauben sein, wie viele Abstufungen von Weiß nötig sind  :smiley_duh:
Es wirkt aber sehr harmonisch  :smiley_hitchhike:
Was mir immer mehr auffällt bei Figurenbemalung ist, sie sind immer bzw. häufig, SAUBER ...  :smiley_huh:
Hier ist der Stiefel sicherlich staubig gehalten aber der Rest wirkt so clean (ist mein persönliches Empfinden)
und ich meine er hat ne blutige Wunde, jedoch sonst keine weiteren Flecken.
Weist du was ich meine? Wie stehst du zum "verschmutzen" von Figuren?

VG
Holger

Klaus

#4
Hallo Holger,

Ich bin der Meinung, dass die Bemalung der Kleidung immer an die jeweiligen Einsatzbedingungen angelehnt sein muss. Dabei spielen auch die Witterungseinflüsse eine Rolle. Wie stark das zu Buche schlägt, hängt vom Maler ab.

Bei der Bemalung dieser Figur gab es zwei Indikatoren: Napoleons Garde und ein strenger Winter. Daher habe ich Schlamm von vornherein ausgeschlossen.

Nach meiner Recherche fielen die Temperaturen in der Nacht vom 7. auf den 8. Februar 1807 drastisch von ca. −5 °C auf eisige −16 °C. Zeitgenössische Berichte, etwa von dem kaiserlichen Chirurgen Dominique-Jean Larrey, sprachen von Temperaturen um −10 °C am Abend des 7. und bis zum Morgen des 8. Februars von −16 °C bis −17 °C.
Gruß KpK